Freitag, 10.02.2012 | 15:10 Uhr
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20 JAHRE - 20 MOMENTE

"Hört mal her! 20 Jahre OHRENBÄR!"

Am 1. Oktober 1987 feierte er seine Ankunft im Kinderzimmer: OHRENBÄR ging auf Sendung und lässt sich seit 20 Jahren jeden Abend mit einer zehnminütigen Geschichte hören. Das macht er auch nach über 7.000 Sendungen unverändert – einfach nur mit Wort und Stimme. Am liebsten mag er Geschichten, die lustig sind, dabei viel übers Leben verraten und deswegen auch klug sind.
Er ist begeistert darüber, dass Autoren immer neue Geschichten für ihn einfallen und diese schreiben – und findet es toll, wenn Schauspieler sie lebendig und spannend erzählen.
OHRENBÄR wird federführend von radioBERLIN 88,8 produziert. Er ist auch jeden Abend auf WDR 5 und NDR Info zu hören.

1987 Die allererste OHRENBÄR-Geschichte


… heißt "Ohrenbär?". Sie wurde von Ludwig Harig geschrieben. Er verarbeitete zum Start der Sendereihe die wesentlichen Ideen, die in ihr stecken. Wer ist Ohrenbär? Für wen ist er da? Warum heißt er so? Das alles tippte Autor Harig damals noch auf einer altmodischen Schreibmaschine, z. T. mit handschriftlichen Ergänzungen. Heute kommt selbst Kinderfanpost oft computergeschrieben in der Redaktion an.

1987 Peter Matič liest "Ohrenbär?":

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1988 Die OHRENBÄR-Erfinderin


OHRENBÄR wurde erfunden von Marianne Wagner. Als Redakteurin wurde sie von der damaligen SFB-Geschäftsleitung damit beauftragt, fürs Radio eine Sendereihe für Kinder zu entwickeln. Jeden Abend, zehn Minuten, umzusetzen nur mit Wort und Stimme. So kam sie auf die Idee, eine Sendung zu machen, deren Titel schon alles sagt: Ohren auf, ins Bett gekuschelt – so kann man sich Geschichten erzählen lassen. Von Autoren extra fürs Radio und für Kinder geschrieben. Verständlich, nachvollziehbar und starke Bilder erweckend.

1988 Marianne Wagner erzählt über OHRENBÄR:

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1989 Laura und Jan hüpfen fürs Logo


Die OHRENBÄR-Erfinderin Marianne Wagner hatte beim Nachdenken über eine neue radioliterarische Reihe und ihre Zielgruppe, die jüngsten Hörer zwischen vier und acht Jahren, ihre Nachbarskinder vor Augen: Laura und Jan. Was würde ihnen gefallen? Bei welchen Geschichten würden sie dranbleiben? Wie abwechslungsreich muss eine Sendung sein, wenn sie so unterschiedlichen Kindern Spaß machen soll?
Als OHRENBÄR dann an den Start ging, waren es die beiden, die das allererste Logo belebten. Auf dem ist noch kein OHRENBÄR zu sehen – das sollte erst sehr viel später kommen.

1989 Laura:

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1990 Hannelore Hoger im Tonstudio


Von Anfang an bis heute werden OHRENBÄR-Geschichten nur von ausgebildeten Schauspielern gelesen. Das ist wichtig, wenn man ausschließlich auf Wort und Stimme setzt. Denn die Geschichten sollen so lebendig und spannungsreich klingen, wie möglich. Nichts soll platt, gekünstelt oder verstellt sein. Hier liest die Schauspielerin Hannelore Hoger aus "Ida Grün, 5 Jahre alt", geschrieben von Sabine Ludwig.

1990 Hannelore Hoger liest "Ida Grün, 5 Jahre alt":

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1991 Horst Bollmann bei der OHRENBÄR-Produktion


Ein Weggefährte ist der Schauspieler Horst Bollmann. Im Laufe der Jahre hat er vielen Figuren seine Stimme geliehen, viele Geschichten erzählt. Hier liest er die 2. Staffel von "Der kleine Herr Ächzel" ein, geschrieben von Susanne Merrem. Damit die Geschichten verschiedener Autoren nicht nur inhaltlich schön abwechslungsreich sind, sondern auch klanglich, wird jeder Text von einem anderen Schauspieler gelesen. So gibt es viele, die schon lange mit dabei sind. Und es kommen immer neue hinzu.

1991 Horst Bollmann liest "Der kleine Herr Ächzel":

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1992 Regine Mahler führt Regie


Eine weitere Weggefährtin ist Regine Mahler. Zunächst Schauspielerin, war sie lange Zeit Nachrichten-Sprecherin beim SFB, begann mit der Regie für OHRENBÄR und führt auch heute noch oft Regie bei den Aufnahmen im Tonstudio. In einem Studio-Termin wird immer eine ganze Sendewoche vorproduziert. Vorgespräch mit dem Schauspieler über die "Klangfarben" des Textes, Aufnahme, Schnitt, Mischung – das alles muss ein Regisseur im Blick haben. Zu diesem Zeitpunkt wird noch analog produziert, alles wird auf Tonband aufgenommen. Das Schallarchiv hat deswegen Wände voll mit OHRENBÄR-Bändern. Inzwischen wird digital produziert und alles Material ist zusammengeschnurrt auf einer Festplatte …

1992 Reporterin Silke Fokken berichtet von OHRENBÄR-Aufnahme:

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1993 Jens Sparschuh, sein Pechvogel Parzival und sein Freund Bofinger


In diesem Jahr hat Autor Jens Sparschuh, bekannt geworden mit dem Roman "Der Zimmerspringbrunnen", seine erste Kindergeschichte geschrieben – für den OHRENBÄR. Titel: "Parzival Pechvogel, der kleine Papagei". Mit Illustrator Manfred Bofinger (1941-2006), seinem guten Freund, ist der Autor wiederholt auf ungewöhnliche Lesetour gegangen. Während Sparschuh vor Kinderpublikum bspw. aus "Parzival" las, hat Bofinger die Erzählung mit dem Zeichenstift begleitet. Schnelle, großformatige Kreidebilder waren seine Spezialität. Eine Zeit lang gab es auch diese Bofinger-Postkarten im SFB.

1993 Jens Sparschuh über Kinder, Bücher und Radio:

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1994 Wir Kinder lieben OHRENBÄR!


"Halt! Noch mal dranbleiben! Hier kommt noch was für Euch!" heißt es immer mal wieder nach der OHRENBÄR-Geschichte im Radio. Dann werden Kinder aufgefordert, Bilder zu malen, Gedichte zu schreiben, Fotos zu machen. Es kommt auch vor, dass zwischendurch ganz unerwartet ein bunter Gruß in die Redaktion flattert, der verrät, was einem Kind besonders gefallen hat. Oder eines schreibt: "Ich finde, die Geschichten werden immer besser." Das ist toll!

1994 So denken wir uns das!:

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1995 Der Drache mit den drei Köpfen


Anfang der 90er Jahre hat der Übersetzungsdienst der Deutschen Welle OHRENBÄR auf spannende Weltreise geschickt. Die Radiogeschichte "Der Drache mit den drei Köpfen", geschrieben von Sabine Schüssler, wurde in andere Sprachen übertragen und gesendet. Die ersten Manuskriptseiten lesen sich auf Deutsch so – und klingen auf Chinesisch, Französisch und Englisch so:

1995 Sprachcollage

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1996 Der Igel vom See


Auch in die Schweiz ist OHRENBÄR schon mal gewandert: Im Schweizer Rundfunk klingt er allerdings wieder ganz anders. Da wird er nämlich ins Schwyzerdütsch übertragen und von dortigen Schauspielern gelesen. Zum Beispiel wurde aus "Der Igel vom See", geschrieben von Joy Markert, "Vom Igel Isidor am See" und hörte sich so an:

1996 Schwyzerdütscher Igel

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1997 Ausgezeichnet!


Gleich zwei Preise hat OHRENBÄR 1997 – zum 10. Geburtstag – von der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn AG erhalten: den Monatspreis Oktober 1996 und den Jahrespreis 1997. Verliehen wird die Auszeichnung "AusLese" für vorbildliches Engagement in der Leseförderung. "Radiogeschichten und mehr – Leseverlockung für Kinder. Hören und Zuhören stehen hier im Vordergrund. Der OHRENBÄR stellt via Radio ein 'Vorlesen' besonderer Art dar und bereitet auf das spätere eigenständige Lesen vor. Dass der WDR und NDR sich der lesefördernden Idee angeschlossen haben, beweist ihre Qualität."

1997 Die Jury-Begründung 1996 und 1997 im Ton:

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1998 OHRENBÄR und mehr

Zuhören ist das eine – Mitmachen das andere. Geschichten abends im Radio zu hören, Autoren oder Schauspieler bei Lesungen oder OHRENBÄR-Festen zu erleben, das ist spannend. Weil Kinder es aber sehr schätzen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, haben sich die redaktionellen Mitarbeiterinnen Sonja Gähler und Veronika Roller den Workshop "OHRENBÄR und mehr" ausgedacht. Da geht es nach dem Einstiegsspiel zwar auch ums Hören, aber im Anschluss wird gebastelt, gemalt, geknetet, geformt. Je nach dem, was für eigene Bilder im Kopf entstanden sind, die nun nach außen getragen werden: bewegliche Monster, Tierschnipselbilder, Wunschsternschnuppen, Schnecken mit Fühlern, gekleckste Schokoküsse … wenn in den Geschichten viel los ist, dann mit Sicherheit auch auf dem Papier!

1999 Warum ich ein Autor bin


Was wäre OHRENBÄR ohne seine phantasievollen Autoren? Sie füttern den literarischen Gierschlund allabendlich mit ihren Ideen. Hubert Schirneck, Nina Petrick, Sabine Ludwig, Eva Polak, Gudrun Mebs und Martin Klein sind nur einige in dem großen Kreis der Radiogeschichtenschreiber, der sich mit jedem Sendejahr noch erweitert. Im besten Falle wirkt alles einfach, wenn man eine gelungene Geschichte hört oder ein spannendes Buch liest. Aber – wie ist das auf der anderen Seite? Was treibt einen an, schreiben zu wollen? Was tun bei Schreibblockaden? Wie wichtig ist Erfolg? Diese sechs Autoren gewähren Einblick ins Schreibzimmer.

1999 Wie das mit dem Schreiben ist:

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2000 Zum Jahresende

Nach dreizehn OHRENBÄR-Jahren und vielen vorherigen Stationen im Programm verabschiedet sich seine Erfinderin Marianne Wagner zum 31.12.2000 in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Sonja Gähler, die OHRENBÄR bereits gut kennt und von der minimalistischen Kunstform der Radiogeschichten überzeugt ist. Viele Pläne gibt's fürs neue Jahr!

2001 Über OHRENBÄR


Die Nachfrage nach dem Workshop "OHRENBÄR und mehr" ist groß. Zum einen natürlich von Lehrern und Bibliothekaren, die ihre Schüler und Besucher fürs Radio begeistern wollen. Zum anderen aber auch von Studenten und kulturellen Vermittlern, die mehr wissen wollen über diese Form des aktiven Zuhörens. Auf Kinderhörspieltagen oder an der Berliner Universität der Künste waren die Redakteurinnen Sonja Gähler und Birgit Patzelt zu Gast, um den "Schneeball zu werfen". Festgehalten ist das medienpädagogische Angebot auch in verschiedenen Artikeln. Wer Lust hat, nimmt die vorgestellten Konzepte und trägt sie in den eigenen Bereich weiter. Zur Einstimmung ist diese OHRENBÄR-Collage zu hören:

2001 Collage Rufus Beck, Antje von der Ahe und Dieter Landuris

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2002 OHRENBÄR bekommt ein Gesicht


Noch 2001 waren die Berliner Kinder aufgerufen, sich am Malwettbewerb "OHRENBÄR bekommt ein Gesicht!" zu beteiligen. OHRENBÄR ist immer zu hören, aber wie sieht er aus? Groß oder klein, braun oder bunt, frech oder fröhlich? Das hat die Redaktion gefragt, als OHRENBÄR noch nicht zu sehen war. Gleichzeitig wurde die OHRENBÄR-Homepage vorbereitet. So kann es im Januar 2002 pünktlich zu einem besonderen Jubiläum heißen: "OHRENBÄR haut auf die Pauke: 5000ste Sendung, neuer Internet-Auftritt, neues Logo!" 1.000 Kinder mit ihren Familien erleben das große Bühnenfest mit.

2002 Moderator Daniel Reinsberg enthüllt das neue Logo:

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2003 Auf zum Schreibwettbewerb!


Warum immer nur zuhören? Selber schreiben ist die Devise ab diesem Jahr. Von nun an ruft die Redaktion alle zwei Jahre den großen OHRENBÄR-Schreibwettbewerb aus! Gemeint sind alle 3. Schulklassen in Berlin und Brandenburg. Gefragt sind das gemeinsame Erfinden und Schreiben. Radiohören, das macht jeder alleine, aber am nächsten Tag mit den anderen in der Schule über das Gehörte zu sprechen, sich darüber auszutauschen, was man selber gerne erzählen würde und dann gemeinsam eine Form zu finden und zu gestalten – das weckt den Teamgeist!
Als erste Schirmherren kann der neu gegründete Rundfunk Berlin-Brandenburg Klaus Böger, damaliger Berliner Bildungssenator, und Steffen Reiche, damaliger Brandenburger Bildungsminister, gewinnen. Ihnen folgt 2005 als zweiter Schirmherr Kinderbuchautor Paul Maar.

2003 Reporterin Simone Roßkamp berichtet vom Schreibwettbewerb:

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2004 6.000ster OHRENBÄR


17 Jahre nach der ersten Radiogeschichte "Ohrenbär?" geht die 6.000ste über den Sender. Im Rückgriff auf den Start heißt diese: "6.000?". Sie stammt aus der Feder von Autor Hubert Schirneck und wird gelesen von Schauspielerin Carmen-Maja Antoni. Hier ist nicht nur ihre Lesung zu hören, sondern auch ihr Glückwunsch:

2004 Carmen-Maja Antoni liest "6.000?"

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2005 OHRENBÄR bekommt eine Stimme


radioBERLIN 88,8 geht auf Sendung: Seitdem kommt Ohrenbär persönlich zu Wort. Unmittelbar vor seiner Geschichte trottet er aus der Bärenhöhle, gespannt, um was es heute Abend gehen wird – denn sein Leben sind Geschichten. Und immer bekommt er schnell noch Besuch von der frechen, weltläufigen Krähe, die mit ihm mal Sprüche klopft, mal reimt, mal Witze macht, bevor sie gleich wieder abfliegt und ihn in Ruhe lässt. Denn richtig gut zuhören kann man eben nur: in Ruhe. Ohrenbär wird gesprochen von Klaus-Peter Grap, Ilka Teichmüller leiht der Krähe ihre Stimme:

2005 Was ist ein Freund?

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2006 Im digitalen Tonstudio


Längst ist die Produktion der OHRENBÄR-Geschichten digitalisiert. Die Arbeit hat sich verändert, die Studios haben sich verändert – OHRENBÄR bleibt der Alte. Hier wird "Einmal Prinzessin" aufgenommen, geschrieben vom Autorenduo Anja Kömmerling und Thomas Brinx, gelesen von Regina Lemnitz.
Tontechniker Robin Rudolph macht sich ans digitale Werk …

2006 Regina Lemnitz liest "Einmal Prinzessin"

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2007 OHRENBÄR aktuell

Und das ist das OHRENBÄR-Team: Sonja Gähler, Birgit Patzelt, Agnes Coyle und Maike van Helt kümmern sich darum, dass es jeden Abend im Radio heißen kann: "Und jetzt kommt OHRENBÄR – Radiogeschichten für kleine Leute!"

OHRENBÄR zum Nachhören

OHRENBÄR verpasst?

Macht nichts, denn hier gibt's die aktuellen Radiogeschichten sieben Tage lang zum Nachhören. mehr

Der Winter ist da:

OHRENBÄR-E-Cards

Hier könnt ihr die winterlichen OHRENBÄR-Grußkarten an eure Freunde und Familie senden ... mehr

OHRENBÄR zum Vorlesen

OHRENBÄR - Die schönsten Geschichten ...

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